01 – 
Idee & Requirements
Die App »Binge Watch« hilft den Usern dabei, einen passenden Film/Serie für einen Abend vor dem Fernseher oder Computer zu finden. Es gibt häufig Probleme bei unterschiedlichen Streaming-Anbietern (wie Netflix) eine passende Auswahl zu treffen. Die Auswahl ist riesig und mitunter zeitraubend. Anstatt entspannt Popcorn zuzubereiten, gibt es endlose Diskussionen. 
»Binge Watch« soll dieses Problem lösen und den Usern einen entspannten Filmabend ermöglichen. Die Zielgruppe der App umfasst daher Nutzer, die verschiedene Funktionen benötigen, um eine schnelle und passende Filmauswahl treffen zu können. Die primäre Zielgruppe umfasst Paare, die sich auf ein gemeinsames Abendprogramm einigen wollen. 
Das Geschäftsmodell sieht eine App-Version mit grundlegenden kostenlosen Features und eine Premium-Variante mit erweiterten Features vor. Diese Variante wird über ein Abo-Modell finanziert, wodurch die App monetisiert werden kann. Als Vertriebspartner kommen Unternehmen aus der Film- und Fernsehindustrie infrage sowie verschiedene Online-Sender und Filmportale.
02 –
Persona & Recherche
Die erste Persona der App umfasst die Personen Anne und Lukas. Sie sind ein junges Paar aus Köln, die sich beide noch im Studium befinden. Monatlich steht ihnen 900€ netto pro Person zur Verfügung, von denen sie ihre Miete, Nebenkosten, Essen und Freizeitaktivitäten bezahlen müssen. Da sie gemütliche Abende vor dem Fernseher mögen, geben sie im Monat 10€ für einen gemeinsamen Netflix Account und ca. 5€ pro Monat für einen Amazon Prime-Account aus. Insgesamt ist ihr gesamtes Leben digital vernetzt und sie greifen im Alltag auf unterschiedliche Apps zur Erledigung von Aufgaben zurück.
Anne und Lukas stehen stellvertretend für ein Paar aus der Generation Y/Millennials. Alte Strukturen und Verhaltensmuster werden in ihrem Alltag von Apps ersetzt. Sie besitzen ein modernes Smartphone und eine Internet-Flatrate, um überall und jederzeit mit ihren Freunden in Kontakt zu sein. Apps spielen in ihrem Leben insofern eine wichtige Rolle, indem sie Inhalte auf digitalen Kanälen rezipieren. Sie gehören dabei der Personengruppe an, die intensiv binge watchen, d.h. exzessiv Serien am Stück schauen. Ihr Motto kann daher lauten »Noch eine Folge! Noch eine Folge!«.
Die App »Binge Watch« ist für die User von Nutzen, indem sie ein grundlegendes Problem löst. Die Serien- und Filmauswahl ist durch ein scheinbar endloses Angebot der Streaming-Anbieter schwierig. Unterschiedliche Geschmäcker müssen dabei in Einklang gebracht werden. Die wichtigste Eigenschaft der App ist dabei eine einfache und übersichtliche Bedienung und ein sauberes, übersichtliches User Interface. Die App wird von den Usern während des Entscheidungsprozesses genutzt. ​​​​​​​
»Als Paar wünschen wir uns eine App, mit der wir spielerisch einen Film oder eine Serie finden können. Wir wollen nicht lange suchen, sondern spielerisch neue Serien und Filme finden, die wir uns an einem entspannten Abend anschauen können. Eine App muss für uns einfach zu bedienen und übersichtlicher als die Darstellung bei Steaming-Anbietern sein.« 
– (Anne und Lukas)
03 –
User Journey 
Die User Journey baut auf der Persona Anne und Lukas auf und zeigt ihre Ideen und Emotionen in Bezug auf »Binge Watch«.
04 – 
Problemlösung

Aus der vorangegangenen Recherche kann die Content bzw. Feature Matrix für die App erstellt werden. Doch zunächst muss die Überlegung über das Grundproblem erfolgen. Warum ist es so schwierig, eine Entscheidung über die Film-/Serienauswahl auf den Streaming-Plattformen zu treffen?
Aufgrund von rezipierten Inhalten werden Nutzerprofile angelegt und diese mit anderen Usern verglichen. Gibt es Übereinstimmungen, werden ähnliche Inhalte vorgeschlagen. Dabei werden dem User unterschiedliche Kategorien angezeigt. Dies zeigt die Stärke und gleichzeitig Schwäche von Streaming-Plattformen: Der Algorithmus ist weit entwickelt und kann tagesaktuell auf das Sehverhalten des Nutzers reagieren. Gleichzeitig sorgt er dafür, dass der User förmlich unter Vorschlägen begraben wird.
In einem Abstract von Andrew Olney (https://bit.ly/2Hb8cHY) analysiert der Autor das Seh-verhalten von Rezipienten auf Netflix. Dabei stellt er fest:
»People are a mixture of genres.«
Dies bedeutet, dass Rezipienten nicht nur z.B. nach den Typen »Romantik«, »Action« oder »Comedy« eingeteilt werden können. Vielmehr ist der Geschmack der einzelnen Nutzer eine Mischung aus unterschiedlichen Stilen. So gibt es bspw. »Romatic Comedy« oder »Action Comedy«. Aus dieser Erkenntnis können Schlussfolgerungen für die App abgeleitet werden.
Netflix nimmt den Rezipienten im aktuellen User Interface viele Entscheidungen bezüglich der Anzeige von passenden Genres ab. Es fehlt eine Art Kurator-Funktion, der eine geeignete Auswahl auf Grundlage der Stimmung und des Geschmacks des Users übernimmt. Der sachkundige und passionierte Videotheken-Besitzer von früher, der Filme und Serien weiterempfohlen hat, fehlt. Netflix bietet zwar die Option einer persönlichen Liste, jedoch werden in dieser alle Favoriten ohne Filter angezeigt und der Nutzer kann erneut nicht den entscheidenden Einfluss auf das Interface nehmen. Andere Apps, wie z.B. die Musik-Streaming Plattform Spotify, bieten die Möglichkeit Playlists bzw. kuratierte Playlists selbst zu erstellen oder denen von anderen zu folgen. Genau dieses Prinzip muss »Binge Watch« adaptieren.
Des Weiteren muss die rechtliche Situation für die App geklärt werden. Netflix stellt offiziell keine Gesamtübersicht über ihren Content-Katalog der Öffentlichkeit oder Entwicklern zur Verfügung. Zukünftig ist mit keiner Änderung dieser Situation zu rechnen. Einen Ausweg bietet jedoch IMDB, eine beliebte Filmdatenbank. Per Skript können unterschiedliche Informationen zu Filmen und Serien inkl. Metadaten legal ausgelesen werden. Auf dieser Annahme beruht die folgende Content und Feature Matrix, die im weiteren Verlauf als Grundlage für Wireframes dient.
05 – 
Wireframes
Die Papier-Wireframes bilden die wichtigsten Screens für die MVP-Version der App ab. 
Der Fokus liegt dabei auf der Übersichtlichkeit der Nutzerführung. Der Startscreen umfasst eine Auswahl der Genres und durch einen Tap werden die Ergebnisse angezeigt. 
Die User haben die Möglichkeit ihre Favoriten in einer eigenen Liste abzuspeichern und mit ihren Freunden zu teilen.
Auf Basis der Wireframes wurde anschließend ein Prototyp erstellt, der bei einem User Test eingesetzt wurde. Die Kritik an der App wurde in der User Journey Map eingearbeitet.
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06 – 
Prototyp

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